Immer wieder erreichen uns die gleichen Fragen zum Thema Kaffeevollautomaten. Deswegen wollen wir in diesen FAQ einmal auf die häufigsten Fragen eingehen und ausführlich antworten. Bevor ihr uns eine E-Mail schreibt bezüglich einer Anfrage zur Funktionsweise oder einem ähnlichen Thema rund um den Kaffeevollautomat, schaut bitte kurz in diesen FAQ nach und ihr werdet wahrscheinlich schon eure Antwort finden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kaffeevollautomat?

Ein Kaffeevollautomat ist eine Möglichkeit viele verschiedene Kaffeevarianten automatisch, mit nur einem Klick, zuzubereiten. Im Gegensatz zur Filterkaffeemaschine, Padmaschine oder Kapselmaschinen ist der Kaffeevollautomat in der Lage nahezu alle gängigen Kaffeevarianten in einer zufriedenstellenden Qualität herzustellen. Dazu gehören so gängige Kaffeesorten wie Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato, Café Crema und viele weitere Sorten.

Wie funktioniert ein Kaffeevollautomat eigentlich?

Um Ihnen einen einen Überblick über die Funktionsweise eines Kaffeevollautomaten zu geben, möchten wir Ihnen den Kaffeezubereitungsprozess einmal näher darlegen. Als erstes holt sich der Kaffeeautomat aus dem Bohnenbehälter die gewünschte Menge Kaffeebohnen und transportiert diese in das Mahlwerk des Vollautomaten. Das Mahlwerk ist dafür zuständig die Kaffeebohnen zu malen in der eingestellten Feinheit.

Nahezu jeder Kaffeevollautomat ist heute nämlich in der Lage verschiedene Mahlgrade abzubilden. Der Kaffeetrinker kann dann selber auswählen, welchen Mahlgrad der Kaffeebohnen er bevorzugt. Die gängigen Mahlwerke in den Kaffeevollautomaten sind Scheibenmahlwerke und Kegelmahlwerke, wahlweise aus Stahl oder Keramik.

Nachdem im Mahlwerk die Kaffeebohnen gemahlen worden sind, wird das sogenannte Kaffeemehl nun in die Brühgruppe transportiert. Die Brühgruppe enthält die Brühkammer, in die das Kaffeemehl reingepresst wird. Einige Kaffeevollautomaten haben ein sogenanntes Vorbrüh-Aroma System, in dem das Kaffeemehl nun leicht angefeuchtet wird um das Aroma zu verbessern. Dann erhitzt der Kaffeevollautomat das Kaffeewasser aus dem Wasserbehälter. Nachdem das Kaffeewasser erhitzt worden ist, wird es über das Leitungssystem mit einem Druck von ursprünglich 15 bar in die Brühkammer gepresst. In der Brühkammer selber kommen dann in der Regel ca. 9 bar an. Diese 9 bar sind ideal für die Herstellung eines sehr guten Espresso.

Da alle anderen Kaffeevarianten fast ausschließlich auf Espresso beruhen, ist dies ein entscheidendes Kriterium für einen guten Kaffeevollautomaten. Nachdem das Kaffeewasser durch die Brühkammer gepresst worden ist, fließt der fertige Kaffee über den Kaffeeauslauf in die Kaffeetasse.

Nun können Sie sich den Kaffee schmecken lassen. Haben sie eine Kaffeevariante gewählt, die mit Milch zubereitet wird, sorgen bei den Automaten in der Regel Milchaufschäumer dafür, das die aufgeschäumte Milch in der vorgesehenen Art und Weise der Kaffeevariante zugefügt wird. Das ist natürlich nur die grundsätzliche Funktionsweise eines Vollautomaten. Verschiedene Modelle und Hersteller haben natürlich auch verschiedene Funktionen. Im Kern funktionieren aber alle Kaffeevollautomaten nahezu gleich. Dieser Grundprozess der Kaffeeherstellung weicht nur minimal nach Maschine und Hersteller ab.

Warum sollte ich mir einen Kaffeevollautomaten kaufen?

Wenn Sie ausschließlich Filterkaffee trinken möchten, dann können Sie sich die Investition in einen Kaffeevollautomaten sparen. Aber wer schon einmal einen Cappuccino oder einen Latte Macchiato aus einem Vollautomaten getrunken hat, der wird es sich gut überlegen ob er sich nicht doch so eine Maschine anschafft. Der Geschmack ist aufgrund des Zubereitungsprozesses einfach besser als bei Filterkaffeemaschinen und gewöhnlichen Kapsel- oder Padmaschinen. Das ist unsere Meinung und dazu stehen wir.

Natürlich habe ich auch daheim eine Padmaschine stehen aus alten Tagen, aber die benutze ich eigentlich nur noch selten. Die Filterkaffeemaschine habe ich dagegen schon längst rausgeschmissen. Wer keine Lust hat einen Espresso auf die alte klassische Weise herzustellen, der ist mit einem Vollautomaten gut bedient. Kaffeeliebhaber betonen zwar immer wieder, dass ein von Hand hergestellter perfekter Cappuccino oder Espresso besser ist, aber nicht jeder hat morgens 20 Minuten Zeit sich von Hand seinen Kaffee zuzubereiten.

Ich persönlich bevorzuge die Variante mit dem Knopfdruck und der Kaffee ist fertig. Der Kaffeevollautomat ist also für Personen, die verschiedene Kaffeevarianten trinken möchten (hier besonders auch die Milch-Varianten) und Wert auf einen sehr guten Geschmack und Aroma des Kaffees legen. Wer es ganz eilig hat, der ist auch mit einer Pad-Maschine oder einer Kapselmaschine sehr gut bedient, muss allerdings beim Geschmack und dem Aroma leichte Abstriche hinnehmen. Außerdem sind Pads und Kapseln gar nicht so billig, sodass sich auch die Investition in einen Kaffeevollautomaten nach einiger Zeit durchaus rechnet. Besonders wenn in der Familie viel Kaffee getrunken wird.

Welche Kaffeebohnen soll ich für meinen Kaffeevollautomaten verwenden?

Eine sehr schwierige Frage, da jede Person einen unterschiedlichen Geschmack hat und es viele verschiedene Kaffeebohnen am Markt gibt. Herkunftsland, Röstverfahren und Qualität variieren bei den vielen Angeboten stark. Wir empfehlen auf jeden Fall verschiedene Kaffeebohnen auszuprobieren und sich dann langfristig zu der Lieblingssorte vorzutasten. Dafür empfehlen wir auch Fachversand-Shops im Internet, die teilweise einfach viel bessere Kaffeebohnen anbieten, als im heimischen Supermarkt erhältlich sind.

Wovon wir auf jeden Fall abraten ist Kaffeepulver zu verwenden. Einige Kaffeevollautomaten haben inzwischen ein zweites Fach für Kaffeepulver. Dieses zweite Fach kann also neben dem Kaffeebohnenfach verwendet werden, um eine zweite Kaffeesorte ständig im Kaffeevollautomat parat zu haben. Allerdings kann in diesem zweiten Fach keine Kaffeebohne verwendet werden, sondern Kaffeepulver. Praktisch ist das eigentlich nur wenn man Besuch bekommt und Gäste zum Beispiel nur entkoffeinierten Kaffee vertragen. In diesem Fall kann man dann das Kaffeepulver Fach verwenden, um jederzeit auch koffeinarmen Kaffee parat zu haben. Sehr gute Automaten haben tatsächlich auch schon zwei Kaffeebohnenfächer und erlauben es dem Kaffeeliebhaber so verschiedene Kaffeebohnen parallel zu nutzen. Auch ein guter Tipp ist in Kaffeeforen im Internet sich kurz zu informieren, welche Kaffeebohnen besonders beliebt sind. In unserem Artikel über verschiedene Kaffeebohnen haben wir euch unsere Tipps zusammengestellt, welche Kaffeebohnen besonders schmackhaft sind für ein hervorragendes Aroma und einen Supergeschmack.

Wie viel sollte ich für meinen neuen Kaffeevollautomaten ausgeben?

Nun, der Preis allein macht noch keinen guten Kaffee. Das ist einmal die erste wichtige Aussage. In unseren Tests aber auch in den Test von der Stiftung Warentest konnten günstigere Vollautomaten teilweise besseren Kaffee zubereiten. Das macht natürlich noch keine Aussage über die Funktionsvielfalt und die Verarbeitungsqualität eines Kaffeevollautomaten. Aber eines der wichtigsten Kriterien für einen Kaffeevollautomaten ist eben nun mal dass der Kaffee gut schmeckt. Und hier findet man durchaus auch schon Automaten für 300 €, die sehr gute Kaffeevarianten zubereiten. Eventuell muss man dann einfach damit leben, dass der Vollautomat keine zehn Jahre hält. Aber das ist bei einem teureren Gerät auch nicht garantiert. Tendenziell kann man sagen dass die teureren Geräte mit einer größeren Funktionsvielfalt herkommen. Funktionen wie die Speicherfunktion für die persönliche Zubereitung, eine stabilere Verarbeitung, ein edles Design durch Edelstahlelemente und weitere Funktionen sind oft bei einem Gerät um die 1000 € eher dabei, als bei einem günstigeren Gerät.

Wir empfehlen unseren Artikel über die Kaufberatung einmal durchzulesen und sich darüber Gedanken zu machen welche Funktionen man wirklich benötigt. Teilweise sind die Funktionen zwar schick, werden aber vom Kaffeetrinker überhaupt nicht gebraucht. Deswegen macht es absolut Sinn sich vor einem Kauf eine halbe Stunde hinzusetzen und zu überlegen, welche Eigenschaften der neue Automat haben sollte. In unserem Artikel haben wir die wesentlichen Punkte angesprochen über die man sich vorher Gedanken machen sollte. So lässt sich der ein oder andere Hunderter durchaus sparen.

Was hat es mit der Brühgruppe auf sich?

Die Brühgruppe ist sozusagen das Herzstück des Kaffeevollautomaten. In der Brühgruppe ist die Brühkammer enthalten, die das Kaffeemehl aufnimmt und durch die das Kaffeewasser gepresst wird. Die Brühgruppe sollte entnehmbar sein und das einfach. Denn dadurch dass der Kaffee in der Brühkammer eingepresst wird und das Kaffeewasser durchgepresst wird, ist es wichtig die Brühgruppe regelmäßig zu reinigen. Bei den guten Kaffeevollautomaten können Sie die Brühgruppe ganz einfach entnehmen und unter heißem Wasser abspülen.

Wie viel Bar Druck sollte meine Maschine idealerweise haben?

Der Ausgangsdruck sollte bei 15 bar liegen. Der ideale Anpressdruck in der Brühkammer für die Zubereitung eines sehr guten Espresso liegt laut Barista (professionelle Kaffeezubereiter) bei 9 bar. Durch das Leitungssystem verliert der Ausgangsdruck von 15 bar ca. sechs bar und in der Brühkammer kommen dann die idealen 9 bar an. Wichtig ist aber immer der Anpressdruck in der Brühkammer und nicht der Ausgangsdruck. Deswegen achten Sie darauf, das der Anpressdruck 9 bar ist. Das haben sie in der Regel bei einem Ausgangsdruck von 15 bar.

Was ist das Milchaufschäumsystem?

Ein Kaffeevollautomat mit dem man auch Kaffeevarianten mit Milch zubereiten will, muss zwingend ein Milchschaumsystem mitbringen. Die allermeisten Kaffeevollautomaten tun dies auch. Man unterscheidet hier ein internes und ein externes Milchaufschäumsystem. Beim internen Milchaufschäumsystem ist der Milchbehälter und auch die Milchdüse in der Maschine selber integriert. Als Kaffee Trinker füllen sie dann sozusagen neben der Wasserkammer des Vollautomaten auch den Milchbehälter und können so Milchvarianten zubereiten.

Vorteil ist die Integration in den Automaten, der Nachteil ist dass sie diesen Milchbehälter täglich reinigen müssen. Im Gegensatz dazu ist das externe Milchaufschäumsystem dadurch gekennzeichnet, dass zwar die Milchaufschäumdüse im Automat integriert ist, aber der Milchbehälter extern aufbewahrt wird. Hier reicht es auch die Ansaugleitung einfach in einen Milchbehälter zu tun und der Automat saugt dann die Milch daraus an. Spartanische Nutzer verwenden dafür einfach die Milchtüte. Vorteil ist, dass die Reinigung des Milchbehälters bei der Nutzung einer Milchtüte nicht notwendig ist, der Nachteil: man braucht mehr Platz und es sieht einfach nicht wirklich schick aus.

Empfehlen Sie einen Wasserfilter?

Die Frage, ob sie einen Wasserfilter in der Maschine brauchen oder nicht hängt stark vom verwendeten Wasser ab. In Deutschland gehen wir davon aus, dass das Leitungswasser ausreichend ist, um auf einen Wasserfilter zu verzichten. Trotzdem hat der Wasserfilter einige Vorteile wenn sie in einem Wohnort wohnen mit einer starken Verkalkung des Trinkwassers.

Auskunft darüber bekommen Sie bei Ihrem Wasserlieferanten vor Ort. Ein Anruf genügt. Man teilte ihnen dann die sogenannte Wasserhärte mit. Gleichzeitig erfahren sie dann eben wie stark die Verkalkung des Wassers ist. Das Problem mit Kalk in den Kaffeevollautomaten ist das sich diese in den Leitungen und Rohren ablagern und so die Leitungen und Düsen verstopfen.

Gleichzeitig verschlechtern sie den Geschmack und das Aroma des Kaffees merklich. Deswegen haben einige Vollautomaten Wasserfilter im Wassertank integriert, die man dann regelmäßig austauschen muss. Die Vollautomaten haben fast alle eine automatische Reinigungs- und Pflegefunktion, die auch eine automatische Entkalkungsfunktion enthält. Dadurch ist der Automat eigentlich ohnehin schon sehr gut gegen Verkalkung geschützt. Ein Wasserfilter ist damit nicht mehr unbedingt notwendig. Vorteil eines Wasserfilters ist das nahezu alle Bestandteile im Wasser herausgefiltert werden. Medikamentenrückstände beispielsweise können im Klärwerk nicht hundertprozentig entfernt werden und landen dann trotzdem im Wasser. Ein Wasserfilter entfernt diese Rückstände zuverlässig. Nachteil bei den Wasserfiltern ist natürlich der Preis. Der regelmäßige Austausch schlägt durchaus aufs Budget. Gleichzeitig muss man noch regelmäßig Entkalkungsmittel und Reinigungsmittel kaufen für den Vollautomaten. Bei der Verwendung eines Wasserfilters wird allerdings die automatische Entkalkungsfunktion der Maschine nicht so häufig laufen wie ohne Wasserfilter.

Ich hab gehört die Bohnenkammer muss regelmäßig gereinigt werden?

Ja, das ist richtig. Die Kaffeebohnen hinterlassen im Kaffeebohnenbehälter mit der Zeit eine Fettschicht, die das Aroma und den Geschmack des Kaffees verschlechtert. Deswegen empfehlen wir beim Nachfüllen der Kaffeebohnen den Kaffeebohnenbehälter kurz zu reinigen, um so die Fettrückstände zu entfernen. Das bringt nicht nur einen besseren Geschmack mit, sondern ist natürlich auch viel hygienischer.

Was ist die Memory Funktion?

Die Memory Funktion, auch Speicherfunktion genannt, ist eine super Sache. Mithilfe dieser Funktion können Sie am Kaffeevollautomat ihre persönlichen Einstellungen zur Kaffeezubereitung speichern. Die guten Kaffeevollautomaten lassen nämlich verschiedene Einstellungen zu, mit dem sie die Kaffeezubereitung beeinflussen können und auch den Geschmack merklich verändern können.

Dazu gehören beispielsweise der Mahlgrad der Kaffeebohnen, die Wassertemperatur des Kaffeewassers, die Wassermenge, die Bohnenmenge. All diese Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf den Kaffeegeschmack. Haben Sie die Einstellungen getroffen, dann können Sie diese mit der Speicherfunktion sichern und dann jederzeit per Knopfdruck wieder abrufen. Wir empfehlen das sogar, denn jeder kann so seinen individuellen Kaffee zubereiten, der seinen persönlichen Geschmack trifft. Sehr gute Vollautomaten haben mehrere Speicherplätze, sodass die persönlichen Vorlieben für mehrere Kaffeevarianten aber auch für mehrere Personen gespeichert werden können.

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