Einflußfaktoren auf das Aroma und den Geschmack von Kaffee

Oft werden wir gefragt, was den Einfluss auf den Geschmack und das Aroma von Kaffee haben. Nun, da gibt es einige Einflussfaktoren, die wir in diesem Beitrag einmal genau unter die Lupe nehmen wollen. Mit diesem Wissen und dessen Umsetzung kannst du deinen Kaffeegenuss teilweise ganz einfach verbessern.

Die Sorte und der Röstgrad des Kaffees

Hell geröstete Arabica Kaffeebohnen

Hell geröstete Arabica Kaffeebohnen

Die Röstung können Sie in der Regel nicht selber durchführen, beeinflusst aber ganz wesentlich das Aroma und den Geschmack des späteren Kaffees. Deshalb ist die Auswahl der richtigen Kaffeprodukte sehr entscheidend für den späteren Genuss. Grob lässt sich sagen, dass hell gerösteter Kaffee sehr viel milder im Geschmack ist. Bei einer dunkleren Röstung schmeckt der Kaffee viel kräftiger.

Durch das Rösten wird der Aroma und Röstkaffee-Geschmack erst erreicht.

Der Mahlgrad

Fein gemahlenes Kaffeepulver

Fein gemahlenes Kaffeepulver

Je grober die Mahlung, desto schneller wird das Wasser durch das Kaffeemehl laufen oder gedrückt und desto dünner schmeckt er. Die Kontaktzeit ist bei einer zu groben Mahlung zu kurz, um ein gutes Aroma zu erreichen. Ist der Kaffee hingegen zu fein gemahlen, dauert es länger bis das Wasser durchgelaufen ist oder durchgepresst wird und der Geschmack wird intensiver. Aber Vorsicht: Bei einer zu langen Kontaktzeit werden zu viele Bitterstoffe aus dem Kaffeemehl freigesetzt und der Kaffee schmeckt nachher nicht. Die Kontaktzeit des Wassers mit dem Kaffee ist also ein entscheidender Faktor für einen guten Kaffee. Ein Grund wieso Filterkaffee in der Regel nicht so gut schmeckt wie ein Kaffee aus einem Kaffeevollautomaten. Dieser Automat presst das Wasser innerhalb einer vorher definierten Zeit durch das Kaffeepulver und sorgt für eine optimale Kontaktzeit.

Die Menge des Kaffeepulvers

Das weiss eigentlich jeder Kaffeetrinker. Je mehr Kaffeepulver verwendet wird, desto stärker wird der Kaffee. Zuviel ist nichts und zuwenig auch nicht. Idealerweise sollte man bei gemahlenen Bohnen für eine Tasse 6 bis 8 g verwenden, bei löslichem Kaffee 2 g.

Die Qualität des Wassers

Trinken Sie schnell!
Trinken Sie den Kaffee zügig nach der Zubereitung, denn bei längerer Standzeit verflüchtigt sich das Aroma und der Kaffee wird bitter.

Ein oft übersehener Punkt. Die meisten machen den Wasserhahn auf und füllen eben den Wasserbehälter der Kaffeemaschine damit. Fertig. Auch übrigens ein gutes Argument für einen Kaffeevollautomaten. Der hat in aller Regel einen integrierten Wasserfilter und filtert Verunreinigungen und noch wichtiger Kalk aus dem Wasser.

Aber mehr noch. Je nach Salzgehalt und Mineralstoffanteile (Die wichtige Geschmacksträger sind) schmeckt der Kaffee unterschiedlich.

Ein weiterer Punkt beim Wasser ist eine möglichst schnelle Erhitzung, da während des Aufheitsvorgangs Sauerstoff aus dem Wasser verloren geht. Je langsamer, desto mehr geht verloren und der Kaffee schmeckt schlechter.

Auch kalkhaltiges Wasser und Wasser mit Chlor mindert den Kaffeegenuss erheblich. En Grund übrigens wieso Feinschmecker den Kaffee mit ausgesuchtem Wasser aus Flaschen zubereiten.

Brühtemperatur

Bei der Kaffeezubereitung ist unbedingt auf die richtige Temperatur des Wassers zu achten. der Idealwert liegt zwischen 86 und 89 Grad Celsius. Auf keinen Fall sollte die Temperatur über 90 Grad liegen. Die einzige Außnahme ist der Expresso, der bei 90 bis 95 Grad zubereitet wird.

Diese Temperaturen genau zu erreichen ist bei einem Kaffeevollautomat ein Knopfdruck. Ebenfalls sind die guten Geräte mit Schnellerhitzern ausgestattet, die für wenig Verlust von Sauerstoff sorgen.

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