Beim Kauf und bei der Recherche nach dem richtigen Kaffeevollautomaten für die eigenen Zwecke trifft man immer wieder auf verschiedene Begriffe, die Bauteile, Funktionen oder Eigenschaften sowie Zubehör von Kaffeeautomaten betreffen.

Kaffeevollautomat bei der Zubereitung eines Kaffee

Kaffeevollautomat bei der Zubereitung eines Kaffee

Nicht jeder kann dabei mit allen Begriffen gleich etwas anfangen. Deswegen haben wir hier einmal fast alle wichtigen Begriffe definiert und beschrieben. Es wäre übertrieben von einem Lexikon zu sprechen, aber ein kleines Kaffeevollautomaten Lexikon ist es nun doch geworden. Mit einem Klick auf den entsprechenden Begriff landen Sie direkt bei der Definition.

Inhaltsverzeichnis

1-Click System (One-Click System)

Diese Systeme werden je nach Hersteller mit unterschiedlich kreativen Namen bedacht. Wir nennen sie hier einmal 1-Click System, weil dies das Grundelement ihrer Funktion darstellt. Einfach ausgedrückt bedeutet es, dass sie mit einem Knopfdruck an ihrem Kaffeevollautomaten ihren Wunsch-Kaffee zubereiten können. Das 1-Click System ist Bestandteil des Benutzerspeichersystems von guten Kaffeevollautomaten.

Diese funktionieren folgendermaßen:

  • Sie stellen alle Einstellungsmöglichkeiten für die Zubereitung ihres Kaffeeautomaten ein
  • Zu diesen Einstellungsmöglichkeiten gehören unter anderem: Mahlgrad, Kaffeemenge, Wassermenge, Kaffeemehlmenge, Milchschaummenge, Temperatur usw.
  • Haben Sie Ihre Wunscheinstellungen für die Zubereitung ihres eigenen Kaffees gefunden, dann speichern Sie diese über das Menü des Kaffeevollautomaten in einer Schnellzugriffstaste ab
  • Jetzt haben sie ihre individuellen Wunscheinstellungen für ihren persönlichen Lieblingskaffee in einem Speicherplatz abgelegt und können diese Konfiguration jederzeit mit einem Knopfdruck an ihrem Kaffeevollautomaten abrufen (manchmal sind auch zwei)

So funktioniert jedes 1-Click System bei den Herstellern. Die Bezeichnungen für diese Methode sind meistens markenrechtlich registriert und hören sich natürlich immer sehr kreativ und sehr fortschrittlich an. Im wesentlichen ist es aber immer die gleiche Funktion.

Anpressdruck

Der Anpressdruck beschreibt den Druck in bar mit dem das Kaffeewasser durch das Kaffeemehl gepresst wird in der Brühkammer. Die Brühkammer sitzt in der Brühgruppe und enthält bei der Zubereitung eines Kaffees das gepresste Kaffeemehl. Die Pumpe im Kaffeevollautomaten presst sozusagen, das aus dem Wassertank herangezogene Wasser durch die Brühkammer in der Brühgruppe, und löst dabei die Geschmacksträger aus dem Kaffeemehl. Professionelle Barista empfehlen für die ideale Herstellung eines Espresso einen Anpressdruck von knapp neun bar. Hier variieren die Meinungen zwischen 8,5-9,2 bar und einige Ausnahmen liegen auch darüber oder darunter. Generell lässt sich aber sagen das sie mit einem Anpressdruck zwischen 8,5-9,2 bar den idealen Wert für einen leckeren und aromatischen Espresso haben. Da der Espresso Basis für alle weiteren Kaffeesorten ist, ist die Konsequenz ein sehr leckerer Kaffee.

Aromaschutzsystem

Sehr gute Kaffeevollautomaten haben ein sogenanntes Aromaschutzsystem. Dieses sorgt dafür, dass die Kaffeebohnen im Kaffeebohnenreservoir frisch bleiben und nicht allzu viel Sauerstoff an diese Bohnen herankommt. Der Nutzen ist allerdings auch begrenzt und wichtig ist, dass sie die Bohnen erst relativ frisch vor der Zubereitung in das Bohnenreservoir tun. Bewahren Sie hier nicht wochenlang ihre Kaffeebohnen auf.

Auffang-Wanne

Die Auffang-Wanne ist das Bauteil das unter der Kaffeetasse ist. In der Regel ist darüber eine Abdeckung auf dem die Kaffeetasse steht. Da bei den Reinigungsvorgängen zwischen der Kaffeezubereitung oftmals Wasser durch den Kaffeevollautomaten gepresst wird tropfen diese Rückstände aus dem Kaffeeauslauf heraus und landen dann in diesem Auffang-Behälter. Diesen müssen sie regelmäßig lehren, da er ansonsten überläuft und sie in der Küche das Wasser auf dem Boden oder neben der Kaffeemaschine haben.

Automatische Reinigung- und Entkalkungsfunktion

Die automatische Reinigungs- und Entkalkungsfunktion ist nahezu schon Standard bei modernen Kaffeevollautomaten. Da Kaffeevollautomaten durchaus wartungsintensiv sind, haben die Hersteller diese automatischen Funktionen integriert, um Ihnen diese Arbeit fast vollständig abzunehmen. Die meisten Modelle zeigen Ihnen im Display an, wenn sie eine Reinigung oder Entkalkung vornehmen sollen und sie brauchen dann nur noch das Reinigungs- oder Entkalkungsmittel in den Wassertank zu geben.

Den Rest übernimmt dann ihr Kaffeevollautomat. Meistens müssen sie eine Kaffeetasse unter den Kaffeeauslauf stellen, da natürlich das Reinigungswasser durchläuft und am Kaffeeauslauf wieder austritt. Einige Vollautomaten haben sogar ein vollautomatisches Milchschaumreinigungs-System, was aber eher noch eine Seltenheit ist.

Bohnenreservoir bzw. Bohnenfach

Das Bohnenreservoir dient wie der Name schon sagt der Aufbewahrung der Kaffeebohnen, bevor sie in den Automaten geholt werden um zu Kaffeemehl gemahlen zu werden. Das Kaffeebohnenfach ist meistens oben auf dem Vollautomaten angebracht und kann mit einem Klappverschluss geöffnet werden.

Wichtig beim Kaffeebohnenreservoir ist, dass es nicht zu klein ist und sie nicht permanent Kaffeebohnen nachfüllen müssen. Bei guten Kaffeevollautomaten, wie denen aus unseren Tests, wird Ihnen das allerdings nicht passieren. Das Aufbewahrungsfach für die Bohnen ist groß genug und muss nicht permanent nachgefüllt werden.

Achten Sie darauf das Bohnenreservoir ab und an gründlich zu reinigen, da das Fett aus den Kaffeebohnen als Rückstand im Kaffeebohnenreservoir festgesetzt wird und dies das Aroma und den Geschmack ihres Kaffees stark beeinträchtigen kann. Entnehmen Sie deshalb das Kaffeebohnenreservoir ab und an und reinigen Sie es gründlich mit Spülmittel und heißem Wasser. Das sollten Sie übrigens auch immer dann tun, wenn sie die Kaffeebohnen austauschen, d.h. eine andere Kaffeebohnensorte verwenden. Sonst haben sie noch den Geschmack der alten Kaffeebohnen im Café, weil Fettrückstände im Bohnenreservoir von der alten Bohne bleiben.

Einige Kaffeevollautomaten haben zwei Kaffeebohnenreservoirs und das kann bei unterschiedlichen Geschmäckern in der Familie durchaus praktisch sein. So können Sie gleichzeitig zwei Kaffeesorten vorhalten und bei Bedarf auf die eine oder die andere zurückgreifen. Eine weitere Besonderheit bei einigen Modellen ist ein gesondertes Kaffeemehlfach. Hier haben Sie leider kein zweites Kaffeebohnenfach, aber ein Kaffeepulverfach, sodass sie hier eine zweite Kaffeesorte rein füllen können. Als Kaffeeliebhaber werden sie aber von einem Kaffeepulverfach nicht sonderlich begeistert sein, weil Liebhaber des Kaffees nur frisch gemahlene Bohnen in ihren Kaffee lassen.

Brühgruppe

Die Brühgruppe ist das eigentliche Herzstück eines Kaffeevollautomaten. Denn in diesem Bauteil wird der Espresso eigentlich produziert. Die Brühgruppe enthält die sogenannte Brühkammer in der das Kaffeewasser durch das Kaffeemehl gepresst wird. Dieses Durchpressen geschieht bei guten Kaffeevollautomaten mit einem Anpressdruck von ca. neun bar, da dies der ideale Anpressdruck ist um einen hervorragenden, aromatischen Espresso herzustellen. Bei der Zubereitung eines Kaffees in einem Vollautomaten passiert nämlich folgendes:

  • Wasser wird aus dem Wassertank angesogen und im Erhitzer erhitzt
  • Kaffeebohnen werden aus dem Kaffeebohnenreservoir in die Mühle des Kaffeevollautomaten gezogen und dann gemahlen
  • Das gemahlene Kaffeemehl wird in die Brühkammer in der Brühgruppe eingeführt und verdichtet
  • Das erhitzte Kaffeewasser wird mit einem Anpressdruck von ca. neun bar durch die Brühkammer gepresst und die Geschmacksträger aus dem Kaffeemehl gelöst
  • Der Kaffee läuft über den Kaffeeauslauf in die Kaffeetasse

Sie sehen, dass die eigentliche Zubereitung des Kaffees in der Brühgruppe passiert. Deshalb ist das Herzstück des Kaffeevollautomaten auch so wichtig und sie sollten das Bauteil regelmäßig reinigen. Dafür haben die meisten Hersteller eine leicht entnehmbare Brühgruppe verbaut, die sie einfach entnehmen können und unter heißem Wasser spülen.

Denn natürlich gibt es bei der Zubereitung in der Brühgruppe Rückstände des Kaffeemehls und auch das automatische Reinigungsprogramm kann diese nicht immer hundertprozentig beseitigen. Einige Vollautomatenhersteller haben sich doch gedacht, dass man sich diesen Arbeitsschritt sparen könnte und haben eine fest eingebaute Brühgruppe verbaut. Diese wird dann vom automatischen Reinigungsprogramm mitgereinigt.

Brühkammer

Wie bei der Brühgruppe schon beschrieben ist die Brühkammer ein Teil in der Brühgruppe. In der Brühkammer wird das Kaffeemehl verdichtet und dann das erhitzte Kaffeewasser durch die Brühkammer gepresst, um die Geschmacksträger im Café aus dem Kaffeemehl zu lösen und einen feinen, aromatischen Espresso zuzubereiten.

Je nachdem wie sie ihren Kaffeevollautomaten eingestellt haben, variiert die Menge an Kaffeemehl, die in der Brühkammer durch einen Kolben verdichtet wird. Davon abhängig ändert sich die Stärke und der Geschmack des Kaffees.

Brühtemperatur

Die Brühtemperatur ist ein Synonym für die Wassertemperatur. Siehe deshalb bei Wassertemperatur.

Kaffeeauslauf

Als Kaffeeauslauf bezeichnet man einfach den Teil am Vollautomaten aus dem letztendlich der zubereitete Kaffee in ihre Kaffeetasse fließt. Meist sind es zwei kleine Rohre aus denen der Kaffee herausfließt. Der Milchanteil wird in der Regel aus einem separaten Milchschaum System zugeführt.

Kaffeebohnen-Fach

Das Kaffeebohnen-Fach ist einen Synonym für das Kaffeebohnenreservoir. Siehe deshalb hier.

Kaffeewasser-Temperatur

Viele Kaffeetrinker unterschätzen den Einfluss der richtigen Kaffeewasser-Temperatur. Das nimmt ihnen zum Glück der Kaffeeautomat ab und sorgt dafür, dass das Kaffeewasser die ideale Wassertemperatur hat um einen leckeren Kaffee zuzubereiten. Fachleute aus dem Kaffeebereich schwören auf eine optimale Wassertemperatur zwischen 90-95°. Hier ist die optimale Temperatur erreicht um Geschmacksträger aus dem Kaffeemehl herauszufiltern.

Kontaktzeit

Die Kontaktzeit beschreibt die Dauer des Kontaktes zwischen Kaffeewasser und Kaffeemehl. Professionelle Barista sprechen hier von einer idealen Kontaktzeit. Der Laie wird mit diesem Begriff wohl eher weniger anfangen können. Die Kontaktzeit bestimmt mit den Geschmack und das Aroma ihres Kaffees.

Deswegen lohnt es sich einen kurzen Moment sich damit zu beschäftigen. Die Kontaktzeit wird maßgeblich beeinflusst von der Feinheit des Kaffeemehls. Je feiner das Kaffeemehl ist, desto schwieriger ist es für das Kaffeewasser durch das verdichtete Kaffeemehl in der Brühkammer durchzudringen und desto länger ist die Kontaktzeit. Je länger die Kontaktzeit ist, desto mehr Geschmacksträger werden aus dem Kaffeemehl heraus extrahiert und desto stärker wird der Kaffee.

Gleichzeitig steigt die Kontaktzeit, je niedriger der Anpressdruck ist, da weniger Druck natürlich bedeutet das es länger dauert das Kaffeewasser durch das Kaffeemehl zu bringen. Da die Feinheit des Kaffeemehls dafür sorgt, dass nur wenige Zwischenräume zwischen den einzelnen Kaffeemehl Elementen ist, ist hier wenig Platz für das Kaffeewasser durchzudringen. Je gröber die Kaffeebohnen gemahlen sind, desto mehr Zwischenräume existieren. Haben Sie also den Eindruck dass ihr Kaffee zu stark ist, dann verändern Sie einfach mal den Mahlgrad und damit die Kontakzeit und Kontaktfläche.

Mahlgrad

Der Mahlgrad beschreibt die Feinheit bzw. Grobheit des gemahlenen Kaffeemehls. Der Vorteil bei Vollautomaten liegt ja darin dass er ganze Bohnen selbst malt und deshalb die Zubereitung nicht frischer sein könnte. Denn Kaffeeliebhaber wissen schon lange, dass ein hervorragender Kaffee nur mit frisch gemahlenen Kaffeebohnen zubereitet werden sollte. Sie werden niemals einen Kenner unter den Kaffeetrinker finden, der ein Kaffeepulver kauft um dieses dann für seine Kaffeezubereitung zu verwenden.

Je nach Mahlgrad variiert die Stärke und das Aroma des Kaffees!

Bei gleichbleibenden Variablen an der Kaffeemaschine wird der Kaffee umso stärker, je feiner das Kaffeemehl gemahlen ist. Das liegt einfach daran, das die Dichte in der Brühkammer zunimmt je feiner das Kaffeemehl ist. Da das Kaffeemehl in die Brühkammer mit einem Kolben hereingepresst wird und verdichtet wird, ist das durchdringen des Kaffeemehls durch das Kaffeewasser umso schwieriger, je feiner das Kaffeemehl ist. Außerdem bietet ein fein gemahlenes Kaffeemehl mehr Angriffsfläche für das Wasser, um den Kaffee-Geschmack und die Aromen zu extrahieren.

Mahlgrad-Regler

Der Mahlgrad-Regler sitzt, sofern bei ihrem Kaffeevollautomaten vorhanden, in der Regel im Kaffeebohnenreservoir. Es ist meist ein kleiner Drehschalter mit dem sie den Mahlgrad ihres Vollautomaten einstellen können. Einige Kaffeevollautomaten haben das allerdings auch im Menü digital integriert und verzichten auf einen solchen Regler. Schauen Sie bei Unklarheiten einfach in Ihrer Bedienungsanleitung nach um herauszufinden zu welcher Art ihr Vollautomat gehört. Welch großen Einfluss der Mahlgrad auf das Aroma und den Geschmack ihres Kaffee hat, haben wir in diesen Artikeln diskutiert:

Der Mahlgrad beim Kaffee >>

Verschiedene Kaffeepulver Mahlungen >>

Mahlwerk

Das Mahlwerk ist die Grundlage um die Kaffeebohnen zu zermahlen und es gibt verschiedene Ausführungen davon:

  • Scheibenmahlwerk
  • Kegelmahlwerk

Das Scheibenmahlwerk

Scheibenmahlwerke sind wie der Name natürlich schon sagt in Scheiben aufgebaut.

Das Kegelmahlwerk

Das Kegelmahlwerk ist auch wie der Name schon sagt Kegelförmig aufgebaut und sorgt für die Zerkleinerung der Kaffeebohnen der Kaffeebohnen zu Kaffeemehl. Der sogenannte Mahlgrad kann bei den meisten Kaffeevollautomaten individuell individuell eingestellt werden um die Feinheit des entstehenden Kaffeemehls zu beeinflussen.

Stahlmahlwerk

Mahlwerke aus Stahl waren einst Standard. Sie sind natürlich sehr stabil und unterliegen fast keinem Verschleiß. In den letzten Jahren wurden sie teilweise ersetzt durch Mahlwerke aus Keramik

Keramik-Mahlwerk

Die neueren Keramik-Mahlwerk haben die einst führenden Stahlmalwerke in ihrer Position stark bedrängt. Die Hersteller sprechen von einem verschleißfreien Bauteil, allerdings haben wir auch noch nie ein verschlissenes Mahlwerk aus Stahl gesehen. Das mag vielleicht im gewerblichen Bereich interessant sein, bei ihrem Kaffeevollautomaten für den Hausgebrauch sicher nicht.

Memory Funktion

Die Memoryfunktion ist ein Synonym für die Speicherfunktion an den Vollautomaten. Mit der Memory Funktion können Sie Ihre individuellen Einstellungen für die Kaffeezubereitung speichern. Diese legen Sie dann in Schnellzugriffstasten ab und können auf Knopfdruck ihren Wunsch-Kaffee zubereiten. Siehe auch 1-Click System und Schnellzugriffstasten

Milchschaum-System

Das Milchschaum-System ist zuständig für den Milchanteil in den verschiedenen Kaffeesorten. Je nach Kaffeesorte variiert ja die Menge der zugeführten Milchanteile und die Konsistenz. Beispielsweise besteht ein Latte Macchiato aus einer ersten Milchschicht, dann der Espresso und obendrauf wieder eine Milchschicht mit Milchschaum. Aber je nach Kaffee Art unterscheidet sich dies leicht.

Im Milchschaumsystem werden für milchhaltige Kaffee Getränke wie zum Beispiel Cappuccino, Latte Macchiato oder Milchkaffee die Milch aufgeheizt, aufgeschäumt und in der entsprechenden Variante in das Kaffeegetränk eingefügt. Sehr gute Kaffeevollautomaten haben sogar ein selbstreinigendes des Milchschaum-System, was aber immer noch relativ selten ist.

Das Milchschaum System umfasst den Milchaufschäumer bzw. die Milchschaumdüse, das Milchreservoir (falls vorhanden) und die Milchleitungen. Einige Kaffeevollautomaten haben extra für das Milch-System eine separate Pumpe und einen separaten Erhitzer. Das beschleunigt die Zubereitung milchhaltiger Kaffeegetränke enorm. Achten Sie darauf das Milchschaum-System regelmäßig zu reinigen (täglich), da ansonsten gerne Bakterien in diesem Teil des Kaffeevollautomaten entstehen. Lassen Sie auch keinesfalls die Milch über Nacht im Milchreservoir stehen, da diese zu 99 % sauer wird. Lehren Sie den Milchbehälter abends und waschen Sie ihn aus, für den Einsatz am nächsten Tag.

Milchschaumdüse

Die Milchschaumdüse ist Teil des Milchsystems bei Kaffeevollautomaten, die ein Milchsystem enthalten. Es gibt immer noch Kaffeeautomaten die kein Milchsystem integriert haben, aber die Guten und etwas teureren Kaffeemaschinen haben diese integriert. Die Milchschaumdüse ist sozusagen der Endpunkt des Milchsystems aus dem letztendlich die aufgeschäumte Milch in ihre Kaffeetasse herausfliest. Achten Sie darauf auch dieses Bauteil ab und an zu reinigen, da natürlich immer wieder Rückstände bei diesem Ausfluss vorhanden sind.

Milchbehälter bzw. Milchreservoir

Der Milchbehälter beherbergt das Herzstück des Milchsystems, nämlich die Milch. Meistens ist er rechts seitlich an den Vollautomaten angebracht und kann bequem nach vorne herausgezogen werden. Das Milchreservoir beherbergt den Rohstoff für die Zubereitung milchhaltiger Kaffee-Getränke, wie Latte Macchiato, Cappuccino oder Milchkaffee.

Inzwischen gibt es auch zahlreiche Kaffeesorten mehr und wer sich nicht auskennt, der wird am Anfang leicht überfordert. Reinigen Sie das Milchreservoir täglich, da die Milch über Nacht sauer wird in der Regel und nicht mehr genießbar ist. Außerdem vermeiden Sie so die Entstehung von Bakterien in diesem Behälter. Einige Kaffeevollautomaten arbeiten ohne Milchbehälter und sie müssen bei diesen Automaten einen Ansaugschlauch in einen externen Milchbehälter tun.

Manche tun diesen Ansaugschlauch einfach direkt in die gekaufte Milch und das funktioniert auch hervorragend, wenn Sie diese komplett verbrauchen an einem Tag. Das wird bei Ein-Personen Haushalten oder Zwei-Personen-Haushalten wohl kaum der Fall sein und deswegen empfehlen wir Ihnen trotzdem das umfüllen einer kleineren Menge in einen separaten Behälter. Ansonsten können Sie die Milch oftmals entsorgen.

Pumpe

Jeder Kaffeevollautomat hat natürlich eine Pumpe integriert. Diese ist dafür verantwortlich das Kaffeewasser aus dem Wassertank heran zu saugen und mit einem speziellen Anpressdruck durch den Kaffeevollautomat zu pressen, um in der Brühkammer den Espresso zu produzieren. Die Hersteller geben hier meist den Pumpendruck bzw. den Anpressdruck des Kaffeevollautomaten an.

Dieser liegt oftmals bei 15 bar, da der ideale Anpressdruck in der Brühkammer, um das Kaffeewasser durch das Kaffeemehl zu pressen bei ca. neun bar liegt. Wenn Sie sich jetzt fragen wieso die Pumpe dann keine neun bar, dann machen Sie sich klar, dass auf dem Weg vom Wassertank bis zur Brühkammer ca. sechs bar Druck verloren gehen. Letztendlich ist allerdings wirklich nur relevant welcher Druck in der Brühkammer ankommt. Von professionellen Barista und der Kaffeevereinigung International wird empfohlen einen Anpressdruck von knapp neun bar um einen idealen, aromatischen Espresso herzustellen.

Übrigens ist die Pumpe im Kaffeevollautomaten gefährdet, wenn sie ihren Vollautomaten nicht regelmäßig entkalken. Bei Kaffeevollautomaten, die ein automatisches Reinigungs- und Entkalkungsprogramm integriert haben, sagt Ihnen der Kaffeevollautomat wann sie entkalken müssen und sie brauchen nur noch das Entkalkungsmittel in den Wassertank zu geben. Bei Kaffeeautomaten, die kein integriertes Entkalkungsprogramm haben müssen Sie in der Betriebsanleitung nachlesen wie oft dieser entkalkt werden muss. Hier spielt auch eine Rolle wie kalkhaltig ihr Leitungswasser in ihrem Wohnort ist. Auskunft darüber finden Sie bei speziellen Internetseiten wie dieser hier und ihrem eigenen Wasserwerk, bei dem sie telefonisch die Wasserhärte bzw. den Kalkgehalt ihres Leitungswassers erfragen können.

Schlafzustand

Wenige Kaffeevollautomaten haben diese Funktion, aber sie macht durchaus Sinn. Der sogenannte programmierbare Schlafzustand beschreibt die Zeit zu der sich ihr Kaffeevollautomat vollkommen ausschaltet und auch den Standby-Modus deaktiviert. Dadurch wird keine Energie verschwendet, wenn sie beispielsweise nachts schlafen. So lässt sich ein Schlafzustand programmieren zwischen 22:00 Uhr abends und 5:00 Uhr morgens, wenn sie beispielsweise jeden Morgen um 5:30 Uhr aufstehen und ihren Kaffee genießen möchten. Andere Hersteller haben diese Funktion völlig anders gelöst und haben einen Schalter verbaut, den sie betätigen können und ihre Kaffeemaschine schaltet sich dann vollständig ab. Laufen Sie morgens an ihrem Vollautomaten vorbei, dann betätigen sie wieder den Schalter und der Kaffeevollautomat ist in kürzester Zeit betriebsbereit. Diese Automaten sind meist mit der Eigenschaft gesegnet, dass sie eine sehr schnelle Aufheizzeit haben und deswegen nach Inbetriebnahme sehr schnell wieder vollständig Funktionsbereit sind.

Schnellzugriffstasten

Die Schnellzugriffstasten sind Bestandteil der Kaffeespeichersysteme für die individuelle Wunschkonfiguration ihres persönlichen Lieblingskaffees. Mit der Schnellzugriffstaste können Sie Ihren eigenen Lieblingskaffee mit ihrer eigenen Zubereitungsart mit einem Knopfdruck erzeugen. Dazu gehören jede Menge Konfigurationsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Kaffeestärke, Mahlgrad oder auch die Wassermenge und Temperatur, damit sie auch wirklich ihren Kaffee genießen können. Ein Klick auf die Schnellzugriffstaste und ihr Wunsch-Kaffee wird sofort zubereitet. Sehr praktisch, gerade morgens wenn man nicht Lust hat am Kaffeeautomat rum zu spielen, aber auch über den Tag im Alltag.

Wasserfilter

Einige Kaffeevollautomaten haben einen Wasserfilter im oder am Wassertank integriert. Dieser reinigt das Kaffeewasser, das in der Regel aus der Wasserleitung stammt, noch einmal von Kalk und Rückständen, die aus der Leitung stammen können. Gerade bei alten Leitungen in alten Häusern kommt es oftmals zu Verunreinigungen des Wassers und diese Verunreinigungen lassen sich mit einem Wasserfilter einfach herausfiltern. Je nach Hersteller handelt es sich hier entweder um hauseigene Filter oder man hat auf den sehr bekannten Brita Wasserfilter zurückgegriffen. Dieser Filter ist qualitativ sehr gut und eignet sich hervorragend für die Reinigung des Kaffeewassers im Tank.

Achten Sie im Falle, dass ihre Kaffeemaschine einen Wasserfilter integriert hat, auf die Intervalle zu denen dieser Filter ausgetauscht werden muss. Denn lassen Sie ihn zu lange in der Maschine, dann kann es sein, dass herausgefilterte Verunreinigungen wieder ins Wasser gelangen. Auf jeden Fall gibt es keinen Filtereffekt mehr und deswegen sollten Sie den Wasserfilter im Kaffeevollautomaten regelmäßig austauschen.

Wassertank

Der Wassertank ist der Ausgangspunkt bei der Zubereitung ihres Kaffees. In der Regel ist er so verbaut, dass man ihn bequem von vorne entnehmen kann, um entweder Wasser nach zu füllen oder ihn zu reinigen. Wichtig ist, dass er nicht nur von hinten entnehmbar ist, weil das im Alltag sehr lästig sein kann. In der Regel stehen die Kaffeeautomaten mit der Rückseite zur Wand und für eine Entnahme muss der Kaffeeautomat dann immer verschoben werden, was je nach Gewicht und Größe des Vollautomaten sehr problematisch werden kann.

Deswegen haben die guten Hersteller durch die Bank den Wassertank so konzipiert, dass man ihn leicht nach vorne oder seitlich herausziehen kann. Ein weiterer, wichtiger Aspekt beim Wassertank ist das Fassungsvermögen. Ist er zu klein, dann müssen sie sehr häufig Wasser nachfüllen und das ist ebenfalls ein Ärgernis im Alltag. Gerade in Familien sollte der Wassertank möglichst groß sein. Zwar ist in den meisten Kaffeevollautomaten inzwischen ein automatisches Reinigungsprogramm enthalten, aber wir empfehlen Ihnen trotzdem den Wassertank regelmäßig von Hand aus zu waschen und mit Spülmittel zu reinigen. Denn sonst entstehen mit der Zeit Rückstände im Wassertank, die zum einen unhygienisch sind und zum anderen den Geschmack und das Aroma des Kaffees beeinflussen. Denn das Kaffeewasser ist ein entscheidender Faktor für einen leckeren Kaffee.

 

Sollten Ihnen noch Begriffe begegnen, die sie hier in unserem Kaffeevollautomat Lexikon nicht finden können dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht über das Kommentarfeld. Gerne fügen wir diesen Begriff noch mit ein und erweitern unser Lexika.

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